Zauberkunst (vor) Spiegeln

Seit der letzten gemeinsamen Show „Abgezockt“ der drei Zauberer ist eine Weile vergangen, wir hatten ein Remake in Planung, doch irgendwie verplanten wir uns immer. Es ist gar nicht so einfach drei Zauberprofis unter einen Hut zu bringen, schon waren´s nur noch zwei. Die Idee eines Showprogramms zu zweit ist nun nicht wirklich neu, schwirrte schon eine Weile in den Köpfen herum und musste nur noch zu Papier gebracht werden. Gesagt getan, es war einer dieser Abende mit Cuba Libre, netter Musik und vielen Ideen.

Der Spiegelsalon Berlin

Eine kleine gemütliche Galerie, schöne Bilder, viele Spiegel (was für Zauberer ja nicht immer von Vorteil ist) und vorallem nettes Publikum. Der Spiegelsalon in Charlottenburg, für viele ein Begriff so mancher Veranstaltungreihe, angefangen von spanischen Gitarrenklängen, Lesungen und nun auch Zauberei. Zu jeder Veranstaltung gibt es natürlich eine kleine kulinarische Kostbarkeit, Getränke zu humanen Preisen und einen Rundumservice, den hier sicherlich einige Besucher schon zu schätzen wissen.

Zwei Zauberer und Zauberkunst (vor) Spiegeln

Die Einstimmung zur Show als solche war schon die herzlichen Begrüßung im Spiegelsalon und dem traditionellen Einläuten mit der Kristallglocke. Etwas anders als erwartet begann Jan, mit klassischer Musik „Deux Arabesques“, zeigt eine kleine Kartenmanipulation und mit Hilfe einer Zuschauerin einen verblüffenden Platztausch. Dann folgte die Begrüßung der Gäste, auf eine sicherlich anfangs verwirrende aber für uns eben typische Art & Weise. An diese sollten sich die Zuschauer im Laufe des Abends auch noch gewöhnen und wie wir feststellten, zu meiner Freude und Jan´s Überraschung, hatten sie ihre ganz persönliche Meinung dazu. Weiter ging´s mit einem meiner Lieblingskunststücke eines spanischen Zauberers und der Assistens zweier Zuschauer, spätestens hier hatten die Zuschauer bemerkt, dass geht nicht mit rechten Dingen zu. Ein verblüfftes „Unmöglich“ aus der ersten Reihe, leitete meine Überleitung zu Jan´s kleinen Ausflug nach Schottland ein, dem man hier auch noch folgen konnte, denn zu viel Whiskey, wie auf seiner Reise, hatte er nicht getrunken. Mit einer kleinen Stippvisite in einem Hotel in Las Vegas, Black Jack und jeder Menge Falschspiel, zeigte ich, wie einem das Glück beim Spiel gesonnen ist und man nicht sein ganzes Geld verspielen muss, sondern mit Gewinn sich auf die Heimreise begibt. Die Pause wurde dann von Jan mit einem kleinen Musikstück auf der Gitarre eingestimmt, somit hatten wir und die Zuschauer, auch schon 40 Minuten wie im Fluge überstanden und wurden mit den ersten Fragen „gelöchert“.

Nach der Pause ging es im gewohnten Plauderton „aus dem Nähkästchen der Zauberei“ weiter, gefolgt von meinem ersten Kartentrick. Also dem ersten Kartentrick als Profi und ich finde es erstaunlich wie sich das Kunststück mit einer Art Eigendynamik entwickelt hat. Vielen Dank an meine beiden Zuschauer, die tapfer mit mir und dem Publikum mitgefiebert haben, dass das Kunststück auch funktioniert. Mit einer kleinen Einweisung in Körpersprache und Mikrogesichtsausdrücke ging es dann mit Jan und seinem Verhör weiter, ich bin mir jetzt noch nicht sicher ob er in „Lie to me“ mitspielen sollte, jeden falls hatten die Zuschauer keine Chance. Gefolgt von einem weiteren Lieblingskunststück von mir, erklärte ich anhand von Bond, James Bond, wie man sich innerhalb kürzester Zeit jede Menge Informationen merkt und auch für sich oder eine Spielsituation nutzen kann. In dem Zusammenhang: „Es gibt 10 Arten von Menschen auf der Welt – diejenigen, die das Binärsystem verstehen und die, die dies nicht tun :)“ Und schon ging es auch mit einem Aufmerksamkeitstest von Jan weiter, sind wir Erwachsenen noch in der Lage uns wie Kinder zu freuen? Gefolgt von einem leicht melancholisch angehauchten Liebesstück auf seiner Gitarre näherten wir uns auch schon dem Schlusskunststück. Hier wollte mir Jan, zur Überraschung der Zuschauer und mir, ein kleines Schnäppchen schlagen, doch auch dies haben wir fabelhaft gemeistert und zum „Bond Theme“ ein fast spektakuläres Kunststück á la Houdini oder Copperfield gezeigt. Applaus, immernoch Applaus, es folgt eine Zugabe, die lasse ich aber mal offen und somit hatten wir die Premiere von „Zauberkunst (vor) Spiegeln“ doch recht erfolgreich und wie den vielen positiven Stimmen danach zu entnehmen war, auch zur Begeisterung der Zuschauer über die Bühne gebracht.

Zauberkunst Spiegelsalon Berlin

Uns hat es Spaß gemacht, mit den Zuschauern plauderten wir noch gemütlich zu den kulinarischen Köstlichkeiten, welche vom Veranstalter nun gereicht wurden und zu guter letzt gab es für die noch gebliebenen Gäste etwas Close-up Zauberkunst.
Demnächst hier mehr zu den weiteren Veranstaltungsterminen von Zauberkunst (vor) Spiegeln mit Jan Dober & Victor Lazarro. Und falls der ein oder andere der Anwesenden hier etwas zu schreiben möchte, bitte lasst den Gedanken freien Lauf 🙂

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