Da sitzt ich doch die Tage, nichts schlimmes ahnend mit meiner Süzen vor dem Fernseher und schaue meine Lieblingsserie (eigentlich eine von den beiden, zur zweiten später mehr). Ok nun ist es raus – auch ich schaue mir gewisse Serien an. Mal abgesehen davon, dass ich mir lieber „Trio mit vier Fäusten“ oder „Magnum“ ansehen würde als unsere momentan singenden, poppenden Modelsuperstars, welche zum Preis der guten Quote verheizt werden. Doch zurück zu Serie No. 1 – and the Winner is: „Boston Legal“.

Denny Crane (William Shatner) als seniler Staranwalt und sein Kollege Alan Shore (James Spader) als brillianter Zyniker und Womanizer kämpfen vor Gericht scharfsinnig, unkonventionell und vor allem mit harten Bandagen für ihre Klienten.
Die letzte Folge startete harmlos, der sonst egozentrisch auftretende Alan zeigt sich von seiner einfühlsamen Seite und übernimmt den Fall der kleinen Marissa.
In der Zwischenzeit versucht Denny seine Zauberkünste unter Beweis zu stellen und lässt eine Münze verschwinden. Schau mal was ich hier habe …, ein kurzer French Drop (in stark abgewandelter Form) und schon holt er die Münze hinterm Ohr der Kleinen wieder vor. – Keine Reaktion. Ok Kleine nochmal von vorn, eben ist die Münze noch hier …
Hm, Alan darf sich diesen Verschwinde- Griff und hinterm Ohr vorholen dann auch anschauen – keine Reaktion. Die Frage welche sich Denny stellt: „Vielleicht ist es einfach nicht witzig?“
Später muss noch einer der Junganwälte dran glauben und die Münzwanderung über sich ergehen lassen. Denny – witzig nicht? Ein Lacher, naja Garry ist Junganwalt und Denny eben Seniorpartner …

Schön, dass wir immer mal Zauberei im Fernsehen geboten bekommen. Man könnte sich fast fragen ob die Zauberkunst fürs Fernsehen hin und wieder interessant ist, weil die Zuschauer sich für sie interessieren? Und es eben doch spannend, verblüffend und wohl ein Kindheitstraum vieler ist. Oder wird sie einfach nur eingesetzt damit unser taternder aber ebenso grandioser BSE Kandidat etwas zu tun hat? Und bei einem 6 jährigen Mädchen und den vielen vielen Eltern Sympathien hascht. Hätte er einen schlechten Witz erzählt ok, doch es ist schon schade, dass es mit den Worten abgetan wird „witzig“. Es müsste doch „erstaunlich“ heissen – oder?

Da ist es wieder dieses eingestaubte Klischee, ein zaubernder Möchtegern im Pinguin-Outfit strahlt ins Publikum, schauen sie genau auf meine linke Hand und jeder, wirklich jeder schaut auf seine Rechte … und wir Zauberkünstler fragen uns warum das Image unserer doch so geheimnisvollen Gilde dahin ist?

Doch zurück zur Serie – Prädikat: illegal, skurril, spannend und komisch!

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