Juan Tamariz einer der bekanntesten spanischen Zauberer, geboren in Madrid, hat 1992 das Buch „Sonate“ veröffentlicht. Ein Buch mit meisterhaften Kunststücken, vielleicht von vielen unterschätzt und mit manchen Kunststücken, welche man schnell mal überliest.

Juan Tamariz hat mich mit vielen seiner Kunststücke stark beeinflusst. Seine Art der Präsentation, das Umgehen mit den Zuschauern, die Art und Weise wie er Kunststücke konzipiert, angefangen von der Misdirection (Ablenkung), dem Spannungsaufbau, dem Effekt an sich, bis hin zu der Psychologie, welche er in ein Kunststück und seine Präsentationen steckt, sind für seinen Erfolg einfach beispielhaft und einzigartig.

Juan Tamariz – Sonate – Inhaltsverzeichnis

(auszugsweise)

  • Erster Satz
  • Für Arturo de Ascanio
  • Kartenzauberei: Techniken
  • TRK – Tamariz Rechtwinklige Kontrolle
  • Studie zum Mexican Turnover
  • Peruanisch
  • Herausstehendes Doublieren
  • Mischen
  • Zweiter Satz
  • Dai Vernon „Professor“
  • Kartenzauberei: Effekte
  • Schwarze Tage
  • Drei Schauspieler
  • Doppelter Ehrgeiz
  • Talisman
  • Die romantische Gefangene
  • Die große Vereinigung
  • Dreifache Farbroutine
  • Escorial-76
  • Die hyptnotische Kraft der Joker (Bemerkung s.u.)
  • Dritter Satz
  • Slydini
  • Tischzauberei: Messer
  • verschiedene Ideen
  • Der Autor über sich selbst

Bemerkung zu „Die hyptnotische Kraft der Joker“
Oft werde ich gefragt, „wie lernt man solche Tricks“ oder „wie lange haben Sie für die Zaubertricks geübt“? In dem Buch von Juan Tamariz gibt es genau zu diesem Thema eine schöne Textpassage:

Entstehung des Effektes: (stark gekürzt)

  • 1964 Intern. Kongress in Barcelona, Treffen von Piet Forton, Antón Varela und C. Muro – Idee eine Karte mit zwei Karten als Pinzette zu doublieren …
  • 1965 ich suche Anwendungsmöglichkeiten, finde aber keine richtig starke …
  • 1966 ich sehe die Verbindung von „Überall & Nirgendwo“, „Vier Karten als drei“ und die Pinzette, ich beginne zu arbeiten …
  • 1967 erste Version der Effektes …
  • 1968 ich führe die erste Version, leicht modifiziert im Klub von Madrid vor …
  • 1969-70 ich führe den Effektab und zu vor, bin aber damit unzufrieden …
  • 1971 in Linz führe ich das Kunststück vor und erhalte den dritten Preis für magische Ideen …
  • 1972 ich beschließe, das Kunststück stehend ausführen zu wollen; Gedanken zum Schlußabladen der Karten …
  • 1973 keiner der Gedanken ist wirklich befriedigend, Präsentationsidee (Die Joker als Hypnotiseure) – sie gefällt …
  • 1974 Kongress in Monte Carlo, Sitzung mit Fred Kaps, Mike Skinner, Al Goshmann und Christian – sie gefällt …
  • 1975 Kongress in Baden Baden ermutigt weiter daran zu arbeiten …
  • 1976 nach und nach durch viele Vorführungen die Lösung der Präsentation …
  • 1977 Dreizehn Jahre nach der Begegnung mit Piet Forton bin ich am Ziel …

Wow, was soll man dazu noch sagen, als ich dies im Buch zum ersten mal gelesen habe, habe ich dem nicht so große Bedeutung geschenkt, da ich mehr auf Kunststücke aus war. Etwas später, wieder auf der Suche nach Kunststücken und wusste ich doch, in dem Buch steht einiges gutes drinn, blätterte ich also wieder „Sonate“ und blieb an der Stelle haften.

Jahre später, nachdem ich selbst einige Kunststücke entwickelt und immer wieder weiter modifiziert habe, wird einem die Ausdauer und Liebe zur Zauberkunst, welche in dem Entstehungsprozess steckt erst so richtig klar.

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