Bei mir um die Ecke (Berlin – Wilmersdorf) hab ich eine Lieblingskneipe, im Sommer konnte ich draußen sitzen, das schöne Wetter genießen und in aller Ruhe einen Cappuccino trinken und ein Stück „hausgebackenen Kuchen“ essen (die Tiramisu Torte war super lecker).
Abends traf man sich um vom Tag auszuspannen und über das Geschehene zu plaudern.
Matthias – der Chef, wohl der Typ Mensch, der dir sofort das Gefühl gibt, setz dich und erzähl erstmal, hier ist dein Bier, Wein, welchen Drink man auch hatte, sofort war er damit da. Wenn er nicht der Kneiper wär, könnte man glatt denken ein guter Freund :), für viele ist er dies wohl im Laufe der Zeit auch geworden.

Und was gibt es schöneres für einen Zauberer in Berlin, als abends die Kunststücke live zu probieren, welche man tagsüber geübt hat. Ob nun einen Kartentrick, ein Münzverschwinden oder etwas mit der Zigarette des Gastes, ein Zauberer hat immer was zu üben und kann auch improvisieren. Kritik und Dank gibt es sofort, entweder in Form eines kleinen Applauses oder, was für den Kneiper ja auch wieder gut ist, ein Bier und dann kommen die Fragen: Wie hast du das gemacht? Erzähl doch mal …

Und das Schöne ist, am nächsten Tisch fragt man nun schon nach dem Zauberer, wann kommt er zu uns?
Natürlich muß man mit Sprüchen wie: „He Zauberer, ich möcht zahlen, kannste mal Geld zaubern“ leben, kein Problem: „Suchen Sie sich irgendeinen Bierdeckel aus.“ Dann wird der schnell geknickt, aufgerissen und schon erscheint ein Geldschein … oder ein Kronkorken verwandelt sich in ein zwei Eurostück.
Letzten Sonntag habe ich mit zwei Zauberfreunden aus Berlin eine kleine Show gegeben, wir wollten ein paar neue Kunststücke probieren. Alles lief bestens, die Gäste staunten, die Kunststücke funktionierten und erzielten somit ihre Wirkung, das Feedback war toll.
Doch leider gab es danach eine nicht so schöne Nachricht, denn Matthias – der Chef kam zu mir und meinte er müsse schließen, nein nicht für heute – für immer. Auch wenn es für uns nur ein kleiner Trost ist, so zu sagen noch eine „Abschiedsshow“ gegeben zu haben. Die Green Travel Lounge in Berlin gibt es nun leider nicht mehr. Matthias, du wirst uns fehlen!

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