MZvD Brennpunkt für interessierte Magier oder fossiler Biertrinkclub ?
geschrieben: 12. Februar 2010 - 1 Kommentar
Diese Frage beschäftigt mich seit Jahren. Da ich viel sagen möchte, habe ich meinen Beitrag in Teile aufgeteilt. Ich nenne absichtlich kaum Namen aber NICHTS ist frei erfunden und Alles entspricht 100 % der Wahrheit.
Teil 1
3 Tage MZvD oder wie man trotzdem Freunde findet
Ich, Mitte 30, aufgeschlossen, freundlich, kommunikativ (auch aus beruflichen Gründen) und interessierter Hobbyzauberer, musste feststellen, dass der Weg zur und in die Zauberei nicht nur steinig ist, sondern regelrecht von den Mitgliedern des MZvD versperrt wird. Wie ich zu dieser Meinung komme? Lest selbst…
1. Tag.
Nach dem ich mich auf umständlichen Wegen informiert hatte, dass in meiner Umgebung ein Zirkel existiert, wann und wo dieser Treffen abhält und schlussendlich ich mich telefonisch zu einem dieser Treffen beim „Vorsitzenden“ angemeldet hatte, begab ich mich zum Treffen in einer wohlklingenden Lokation. Die herzliche Begrüßung bestand aus den 2 Sätzen: „Wir sind KEINE Zauberschule.“ und „Der Beitrag beträgt so und so viel.“. Richtig, es fehlten Floskeln wie „Willkommen, mein Name ist …“ oder auch nur „Guten Abend,….“. Aber ich hatte mich auf den langen Weg gemacht um mich mit anderen Zauberern auszutauschen und gebe nicht so schnell auf.
Leicht irritiert habe ich an einem langem Tisch Platz nehmen dürfen und bemerkte gleich, dass die meisten Anwesenden (95%) die 50er bereits weit überschritten hatten. Dennoch wurde sich herzlich über die Gesundheitszustände und die familiären Veränderungen ausgetauscht. Ich wurde, wie ich bereits nach der Begrüßung befürchtet hatte, herzlich ignoriert. Auch meine Versuche mit Fragen zur Zauberei (ich hatte Blankokarten und keine Verwendung dafür) ein Gespräch aufzubauen scheiterten kläglich. Der Verweiß: „Die Zwei da hinten, sind Kartenhaie.“ brachte mich allerdings mit den zwei mit Abstand jüngsten Mitgliedern (aber auch schon weit in den 30ern) in Kontakt. Der Zirkelabend verlief dann doch erfreulich, da die besagten „Haie“ sich meiner annahmen und ohne Hemmungen mit mir über die Zauberei, Tricks, Vorträge und empfehlenswerte Literatur plauderten. Sie sahen sich an was ich konnte und zeigten mir Techniken die meine Effekte stark verbesserten. Mit Ihren Telefonnummern und dem Versprechen: „lass uns ruhig mal zu einem Kaffee treffen, wenn du fragen hast“ bestückt verließ ich fröhlich den Zirkelabend.
2. Tag.
Wohl gestimmt und schwer Vorbereitet, durfte ich auch zum „Themenabend – Gummibänder“ erscheinen. Nach anfänglicher Ignoranz (man gewöhnt sich an Alles?), wurde hier tatsächlich gezaubert. Leider nur von 2 Mitgliedern. Die ich nicht kannte. Das Vorstellen gehört hier nicht zu den normalen Umgangsformen.
Diese führten erfolgreich eine Gummiringbefreiung vor. Zu meinem Entsetzen hielt sich nun der restliche Zirkel den ganzen Abend damit auf diesen Trick zu ERLERNEN. Hierzu muss ich noch bemerken, dass ich diesen Trick auch beherrschte und ihn nach Kräften versucht habe, den „Kollegen“ beizubringen.
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Ich habe zu diesem Artikel extra keine Einleitung geschrieben, wie z.B. bei dem von Alexander de Cova, ich habe auch lange überlegt und mit einigen “Kollegen” gesprochen, ob ich diesen Artikel wirklch veröffentliche oder besser für den MZvD nicht, vielleicht auch besser für mich?
Aber genau darum geht es ja schließlich, um Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsförderung und das Auftreten des MZvD. Und aus diesen Gründen, welche man ja auch schon ein bisschen aus dem Artikel von Alexander de Cova heraushören konnte, denke ich mir, warum also nicht eine Diskussionsplattform hier anbieten, jeder ob Zauberer oder Hobbyist oder Zuschauer kann gerne seine Meinung zum besten geben.
Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, könnte es sich bei einem der “Kartenhaie” um mich handeln, ich kenne den angesprochenen Ortszirkel und der Probleme dort, auch der Bemühungen einiger junger Kollegen etwas mehr auf die Beine zu stellen, doch manchmal kommt man sich ein bisschen wie Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen vor. Nach meinem Umzug war ich in einem anderen Zirkel, wo es teilweise etwas anders lief, doch dies steht und fällt auch mit dem jeweiligen Vorsitzenden. Und wenn es dann auch noch Zwist untereinander gibt – tja dann …
Aber zum Beispiel weiss ich, das man in Berlin um eine Jugengruppe sehr bemüht ist, auch wenn dies noch nicht so richtig läuft. Auch gibt es hier z.B. den Prix Juventa Magica einen internationalen Jugendkongress, welcher wie ich finde ruhig etwas mehr gefördert werden könnte, denn wenn ich mit den Berliner Kollegen spreche, sind sie glaube ich auf weiter Flur mit der Organisation und dem ganzen Aufwand …
Aber nun sind wir mal gespannt der Dinge die da kommen, zu erwarten haben wir ja noch Teil zwei des sich auf der Suche befindlichen Hobbyzauberers und ich bin vor allem auf ein paar Kommentare gespannt :)