MZvD Brennpunkt für interessierte Magier oder fossiler Biertrinkclub ?

geschrieben: 12. Februar 2010 - 1 Kommentar

Die Vorführung einer Variation dieses Tricks von einem der „alten Hasen“ interessierte mich sehr und ich dachte eine kurze Erklärung wäre nach meinen stundenlangen Bemühungen ein toller Ausgleich. Leider stieß ich hier auf eine Barriere die ich bis Heute nicht verstehen kann. „Wir sind hier doch keine Zauberschule“. Ich soll also zeigen und erklären darf aber nicht zuhören? Hat der „Zauberer“ Angst ich könnte ihm die Show stehlen? Was war hier los? Einfache Grundlagen werden nicht besprochen obwohl es extra ein Themenabend ist? Die Aussage des Vorsitzenden: „Das wirkt sowieso nicht bei Zuschauern“, gab mir dann endgültig den Rest. Ich habe beim Vorführen in glänzende Augen gesehen und der Trick gehört bis heute zu meinen „all time greatest“. Völlig entnervt über so viel Ignoranz und Arroganz verließ ich den 2. Zirkelabend.

3. Tag.
Nachdem ich einem der „Haie“ vom ersten Zirkelabend telefoniert habe, trafen wir uns wie versprochen im Kaffee. Hier wurde mir unter viel Gelächter erklärt, dass ich das wahre Gesicht des Zirkels gesehen habe. Ich solle mir nicht zu viele Gedanken machen, das ist immer so. Sie zeigen nichts, wollen aber alles sehen. Deshalb gingen sie auch nicht mehr zu diesen „Themenabenden“. Und das ich überhaupt schon zwei Abende besuchen durfte ohne Beitrag zu zahlen sei schon ungewöhnlich freundlich.

Nach weiteren 2 Stunden intensiver Zauberei und ungezwungener Konversation ging ich voller Tatendrang und hoch motiviert wieder nach Hause. Der 3. Besuch des Zirkels, wurde für mich wegweisend und bestimmte lange Zeit meine Meinung zum MZvD. Aber ich will nicht vorgreifen… Der Abend begann wie der Letzte endete.

Die gewohnte Ignoranz und der eindeutige Hinweis des Vorsitzenden „kostenlos ist das hier aber nicht!“ stimmten mich wieder positiv ein. Zum Glück erschienen meine „Haie“ noch, um mir den Abend zu retten. Wir tauschten uns dieses Mal mehr über den Zirkel aus. Ich stellte die Frage aufs Gewissen: „Was genau ist denn mein Vorteil im MZvD? Die Zirkelabende sind es ja nicht!“. Die sehr einfache, nüchterne Antwort: „Hier kannst du Bier trinken und bist für einen Abend in der Woche von Zuhause weg. So praktizieren es zumindest die Meisten hier.“. Nachdem ich, an diesem Abend, meinen Entschluss gefasst hatte, dem Zirkel nicht beizutreten zerbrachen alle Hoffnungen die ich in diese Vereinigung gesetzt hatte. Ich hatte erwartet das mir mit Zurückhaltung begegnet wird und ich durch „vorzaubern“ erst beweisen muss das ich echtes Interesse habe. Aber Ignoranz, Arroganz und offenes Desinteresse habe ich nicht erwartet. Zum Glück, haben die beiden „Kartenhaie“ den Kontakt zu mir gehalten und wir konnten in unserem kleinen Kaffeehauszirkel weiter zaubern und uns austauschen.

Hierzu muss ich bemerken, dass einer der „Kartenhaie“ ein sehr guter Freund geworden ist und dass nicht nur in der Zauberei. Dafür und nur dafür danke ich dem MZvD.

Thomas

Fortsetzung folgt….

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One Response to “MZvD Brennpunkt für interessierte Magier oder fossiler Biertrinkclub ?”

  1. Victor Lazarro sagt:

    Ich habe zu diesem Artikel extra keine Einleitung geschrieben, wie z.B. bei dem von Alexander de Cova, ich habe auch lange überlegt und mit einigen “Kollegen” gesprochen, ob ich diesen Artikel wirklch veröffentliche oder besser für den MZvD nicht, vielleicht auch besser für mich?

    Aber genau darum geht es ja schließlich, um Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsförderung und das Auftreten des MZvD. Und aus diesen Gründen, welche man ja auch schon ein bisschen aus dem Artikel von Alexander de Cova heraushören konnte, denke ich mir, warum also nicht eine Diskussionsplattform hier anbieten, jeder ob Zauberer oder Hobbyist oder Zuschauer kann gerne seine Meinung zum besten geben.

    Wie der aufmerksame Leser vielleicht bemerkt hat, könnte es sich bei einem der “Kartenhaie” um mich handeln, ich kenne den angesprochenen Ortszirkel und der Probleme dort, auch der Bemühungen einiger junger Kollegen etwas mehr auf die Beine zu stellen, doch manchmal kommt man sich ein bisschen wie Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen vor. Nach meinem Umzug war ich in einem anderen Zirkel, wo es teilweise etwas anders lief, doch dies steht und fällt auch mit dem jeweiligen Vorsitzenden. Und wenn es dann auch noch Zwist untereinander gibt – tja dann …

    Aber zum Beispiel weiss ich, das man in Berlin um eine Jugengruppe sehr bemüht ist, auch wenn dies noch nicht so richtig läuft. Auch gibt es hier z.B. den Prix Juventa Magica einen internationalen Jugendkongress, welcher wie ich finde ruhig etwas mehr gefördert werden könnte, denn wenn ich mit den Berliner Kollegen spreche, sind sie glaube ich auf weiter Flur mit der Organisation und dem ganzen Aufwand …

    Aber nun sind wir mal gespannt der Dinge die da kommen, zu erwarten haben wir ja noch Teil zwei des sich auf der Suche befindlichen Hobbyzauberers und ich bin vor allem auf ein paar Kommentare gespannt :)

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