David Copperfield – größter Zauberer aller Zeiten

geschrieben: 1. November 2006 - noch keine Kommentare

David Copperfield wird von Kritikern und Publikum gleichermaßen als der bedeutendste Illusionist unserer Zeit bejubelt. Er hat eine Revolution in der Welt der Magie ausgelöst und, was sich Zauberer und Zuschauer in früheren Zeiten nie erträumt hätten, die Magie in eine höhere Sphäre der Kunst und Vorstellungskraft erhoben, indem er verblüffende Illusionen und außergewöhnliches Schauspiel miteinander verbindet.
Er ließ die Freiheitsstatue verschwinden, spazierte durch die Chinesische Mauer hindurch, schwebte durch die Lüfte, ließ Zuschauer aus dem Publikum verschwinden und sie an Orten, an denen sie es nie für möglich gehalten hätten, wieder auftauchen.
Mit viel Phantasie und Charme beherrscht Copperfield die Zauberkunst auf höchst unterhaltsame Art und Weise und hat damit seinem Publikum einen neuen Blick auf die Magie eröffnet. Seine berühmten Zaubertricks und sein Gespür für die Bühne haben ihm Dutzende Emmy Awards und zwei Auszeichnungen als Entertainer des Jahres eingebracht.
Auch mit seinem aktuellen Programm “An Intimate Evening of Grand Illusion” entführt der charismatische Entertainer seine Zuschauer wieder auf eine Erlebnisreise in das Reich der Illusion und Fantasie. Allein für den diesjährigen Teil seiner Deutschlandtournee erhielt David Copperfield drei Awards für hervorragend besuchte Vorstellungen.

David Copperfield Tourtermine:

01.10.2006 Regensburg, Donau-Arena (2 Shows)
02.10.2006 Koblenz, Sporthalle Oberwerth
03.10.2006 Koblenz, Sporthalle Oberwerth (2 Shows)
04.10.2006 Karlsruhe, DM Arena (2 Shows)
05.10.2006 Trier, Arena (2 Shows)
06.10.2006 Basel, St. Jakobshalle
07.10.2006 Basel, St. Jakobshalle (2 Shows)
09.10.2006 Wetzlar, Mittelhessen-Arena (2 Shows)
10.10.2006 Leipzig, Arena (2 Shows)
11.10.2006 Dresden, Messehalle (2 Shows)
12.10.2006 Magdeburg, Bördelandhalle (2 Shows)
14.10.2006 Bremen, AWD-Dome (2 Shows)
15.10.2006 Hamburg, Color Line Arena (2 Shows)
17.10.2006 München, Olympiahalle (2 Shows)
18.10.2006 München, Olympiahalle (2 Shows)
19.10.2006 Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung (2 Shows)
20.10.2006 Hannover, TUI-Arena (2 Shows)
21.10.2006 Düsseldorf, ISS Dome (2 Shows)

Mehr Infos über “David Copperfield



Tommy Wonder a legend in magic

geschrieben: 1. November 2006 - noch keine Kommentare

Autor der “Books of Wonder”, zwei geniale Bände die wohl in jeder guten Bilbliothek eines Zauberers stehen. Hat ein dreifach DVD Set herausgegeben – Visions of Wonder – mit Effekten an welche sich jeder Zauberkünstler oder Zuschauer gern erinnert: The vanishing Birdcage, Two Cup Routine, Nest of Boxes, Coins Across, Ambitious Card Plus Ring Box, Card Through Handkerchief, Everywhere and Nowhere u.a.m. Mit seiner bekannten Darbietung (Becherspiel – Vogelkäfig) gewann er 1987 die FISM.

Einige Meinungen aus einem “Magic Board”:

  • “A great magician, and a legend. He will be missed more than can be imagined, and his books now will be even more highly sought after!”
  • “Tommy Wonder did for me what few magicians have been able to do… he honestly fooled me with his magic, and he made me think harder about my own.”
  • “Another of magic’s legends gone! There is little I can say to express my sorrow at hearing this sad news. He was a true gentleman and a giant.”
  • “What to say? He had the mind of a fine watchmaker, the hands of a surgeon, the soul of an artist and the voice of a teacher. Rarely does such a fine performer also have the ability to talk about what he does. That was one of his remarkable gifts.”
  • “Our paths crossed more often than they might have, given the distance between our homes, but hardly often enough. I had hoped to one day have an act that he approved of. Like the song says, “the day the music died”. “
  • “Go back to “The Visions of Wonder”… Look at that Nest of Boxes… you know, the one with the clock inside the box on the little table… “
  • “Tommy was a great mind and innovator of our art. Nothing could stop him. His nest of boxes was just one of the many pieces he performed that is proof of this. I wish we can all learn from his talents and ingenuity and take a little bit of Tommy with each of us as we create and passdown our talents.”
  • “Tommy will be missed, but his memory will live on! My prayers are with his family and loved ones … “

Er war zu Lebzeiten schon einer der großen Stars, zählte zu den Legenden in Magic, bewundert, verehrt – er war ein Gentleman in Magic!



Berlin Sommer 2006, der Close-up-Club und seine neue Show …

geschrieben: 30. September 2006 - noch keine Kommentare

Es war einer dieser heissen Sommertage, das Oxymoron war voll, die beiden Shows ausverkauft, und die Spannung kurz vor dem Höhepunkt. Thimon sprach von seinem Wunsch “wenn Sie an Coca-Cola denken, denken Sie an mich”, Axel erzählte von seinem Lieblingseffekt “kurz aber schön”, und André stellte uns allen seine Mutter vor. Doch was hat dies mit einer Zauber- Show zu tun?

Nun ja – was verbindet Coca-Cola mit Weihnachten, welche Rolle spielt Escher in Axel’s Leben und was für eine Mutter meinte André? Und vorallem wieso hörte man Olafs Stimme im Hintergrund, obwohl er gar nicht da war? Dies alles werden Sie wohl nur verstehen, wenn Sie einmal die Show live erlebt haben, die verschieden Charaktere und Zauberer selbst gesehen haben.

Doch Olaf Kohrs und mich (El Mago alias Victor Lazarro) können Sie nur noch als Gäste in der Show sehen, oder aber Olaf im Varieté und mich bei meiner Casino Show.
Denn nach dem gemeinsamen Verzehr einer leckeren Torte, machte sich Olaf, mit seiner Partnerin Vivien, auf den Weg die Bühnen dieser Welt zu erobern. Ich tauchte in der Unterwelt ab um zu Pokern und meine Fähigkeiten als Falschspieler etwas auszubauen.

Und nun sind André Kursch, Axel Hecklau & Thimon von Berlepsch der Close-up-Club, jeden 1. und 3. Dienstag im Monat gibt es eine Zaubershow, jeweils um 19.00 und 21.00 Uhr in den Hackeschen Höfen Berlins.

PS: Ich hätte ja gern noch so ein Stück von der leckeren Torte gegessen … :)



Immer müssen die Frauen in die Kiste

geschrieben: 6. September 2006 - noch keine Kommentare

Zaubershow: Die Magier Harry Sher und Frank Zick haben die Illusion in Münster nach altem Muster neu verpackt

Münster: Was würden die modernen Magier von heute nur ohne Pyrotechnik und halb nackte Assistentinnen machen? Sie wären nach 20 Minuten mit ihrer Show fertig. Aber mit dem ganzen Drumherum, magischen Tänzen, Explosionen und wabernden Nebelschwaden lässt sich im Handumdrehen eine zweistündige Illusionsshow auf die Bühne bringen.
Das Duo „The Miracles“ hat am Freitagabend in der Münsterer Kulturhalle gut 500 Zuschauer mit ihrer nebulösen und musiklastigen Zaubershow „Der Spiegel der Wahrheit“ unterhalten. Der Kampf des Guten gegen das dunkle Böse zieht sich hierbei wie ein roter Faden durch alle Arten von Großillusionen. Es stört nicht, dass viele der Tricks bereits aus dem Fernsehen bekannt sind, denn die beiden Magier Harry Sher und Frank Zick haben die Illusionen neu verpackt – in einer mystisch-märchenhaften Geschichte. Fackeln und eine in geheimnisvolles Licht getauchte Bühne sorgen besonders bei den jungen Zuschauern für Gänsehaut und Spannung. Die beiden Magier – Sher als der Gute, Zick, der während der gesamten Show eine Monstermaske trägt, als böser Zauberer – sorgen gleich zu Beginn für ungläubiges Staunen.

Sher lässt sich in eine Art Gittertonne einsperren, aus der es allem Anschein nach kein Entrinnen gibt. Junge Assistentinnen wackeln kurz mit dem den Käfig umgebenden Vorhang, und plötzlich steht Magier Sher wieder auf der Bühne. An seiner Stelle schmachtet nun der Maskierte hinter Gittern. Dies alles geschieht binnen Sekunden. Das Publikum ist begeistert.

Boxen, Kisten und Käfige aller Art sind überhaupt ein wichtiger Bestandteil der Aufführung. Mal wird eine Assistentin in eine längliche Kiste gesperrt, welche dann zu einem quadratischen Kasten zusammengefaltet wird. Nachdem Schwerter die Arme durchbohrt haben und der Würfel danach wieder entfaltet worden ist, steigt die Hübsche vollkommen unversehrt aus ihrem Gefängnis. Dann wiederum wird eine zunächst leere Kiste von allen Seiten mit Holzplatten verschlossen. Magier Sher wedelt mit einem großen Tuch vor der Kiste herum, wirft es hoch und siehe da – dem Kasten entsteigt eine junge Dame im Leopardendress. Doch die Freiheit der Assistentin währt nur kurz, denn sofort wird sie in einen Käfig gesperrt. Tuch drüber, wedeln – und aus dem Käfig steigt der Magier mit der Maske. Die Assistentin ist verschwunden. Das alles geschieht natürlich unter Zuhilfenahme von viel Nebel, mystischer Musik und dem einen oder anderen Feuerwerk.

Doch es geht auch ohne solcherlei Zutaten. Ein kleiner Taschentuchtrick beweist dies. Einer der Magier zerbröselt ein Papiertuch in seinen Händen und macht eine magische Handbewegung. Daraufhin rieseln unzählige kleine Papierschnitzel auf das Publikum im Saal herab.

Zugabe-Rufe erhält eine Illusion, mit der Magier Sher nach der Pause aufwartet. Der Magier schwebt in der Luft. Keine Seile oder Schienen sind zu sehen, die den Zauberer in die Höhe befördert haben könnten. Ein faszinierender Anblick.

Vollends begeistert sind die Zuschauer schließlich von der letzten Illusion des Abends. Beide Magier wandeln durch einen sich drehenden Ventilator. Zwar sind nur die Schatten der Mutigen zu sehen, denn das Geschehen wird im entscheidenden Moment durch ein Stoffrollo und viel Nebel verdeckt. Die ungeklärte Frage aber, was dahinter wohl genau geschehen mag, ist das eigentlich Spannende an dieser Nummer. Denn dafür ist das Publikum in die Kulturhalle gekommen – um einfach verzaubert zu werden.

Nun würde mich ja mal interessieren ob auch einige “Zauberkollegen” die Show angesehen und sich letztendlich auch verzaubern lassen haben.

http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=396025″ target=”_blank”>[Qu. echo-online.de]



Zauberer sind einfach die ehrlichsten Menschen

geschrieben: 31. August 2006 - noch keine Kommentare

Die neue Show im Friedrichsbau-Varieté ist gespickt mit sprühender Magie

“Der Zauberer ist der ehrlichste Mensch der Welt, er verspricht uns zu täuschen und er hält Wort.” Um Worte ist Philip Simon nicht verlegen, um die Neugier auf die neue Show “Zauber, Zauber” zu wecken. Der niederländische Confrencier glänzt nicht nur mit Charme und Witz, er ist seines Zeichens selbst Zauberer von der Pike auf.

Witzigerweise ist “Zauber, Zauber”, das ab morgen Premiere in der Friedrichsbau-Rotunde hält, für den smarten Entertainer ein Déja-vu-Erlebnis. 1986 fuhr er mit seinem Papa nach Frankfurt in die Alte Oper, um dort just eine Show “Zauber, Zauber” zu sehen. Dies machte auf den Niederländer derart Eindruck, dass er beschloss, Zauberer zu werden.

Geflunkert oder nicht, jedenfalls ist es eine der vielen netten Geschichten, mit denen er seine Zuhörer ohne irgendwelche Tricks zu verzaubern weiß.

Wer ein Faible für magische Momente und die Zauberei hat, wird in der neuen Varieté-Show voll auf seine Kosten kommen. Wie etwa bei Juliana Chen, die als erste Frau berhaupt mit einem Weltmeistertitel der Magie aufwarten kann. Sie demonstriert eindrucksvoll, wie breit ihre magische Palette angelegt ist. Geradezu spielend wechselt sie von einer farbenprächtigen Maskerade mit allerlei Verwandlungen hin zu einem temporeichen, verblüffenden Kartenfeuerwerk.

Oder der Mystery-Man Jan Becker, der mit seinen telepathischen Tricks bereits bei Günther Jauch im Stern-TV zu sehen war. Die dunkle Kluft und seine schlängelnde Skin-Head-Frisur verstärkt noch den okkulten Charme, den er gekonnt versprüht. Übrigens ist der Mentalmagier am 16. Oktober mit seiner Solo-Show “Think Grotesque” im Varieté zu sehen. Es wird etwas von einem Zauber-Workshop an sich haben. “Wenigstens einer der Zuschauer wird danach Gedanken lesen können”, versprach Becker geheimnisvoll.

Ein weiterer Jungstar der internationalen Zauberei-Szene ist der Finne Jay Niemi. “Er versprüht den Charme der 20er Jahre”, kündigte ihn Simon an, “er ist übrigens der einzige Finne, der einen Anzug trägt.” Fakt ist, dass er nicht nur einen, sondern gleich mehrere Vögel hat. Sprich, er arbeitet in seiner Nummer mit Tauben und Papageien, die er nach Belieben in Tücher und Papierflieger verwandelt.

Ein Schmankerl für das junge Publikum ist die Show des niederländischen Duos “Magic Wave”. Eine kunterbunte, aberwitzige Beach-Party in Hip-Hop-Manier erwartet den Besucher.

Gespannt darf man auf das Auftreten eines Elefanten (!) auf der Bühne des Friedrichsbau-Varietés sein. Wie die Show, die der russische Clown Boiarinov inszeniert, auf der kleinen Plattform “über die Bühne” gehen soll, ist an sich schon ein Akt der Zauberei. “Vik & Fabrini” komplettieren den zauberhaften Potpourri. Die brasilianischen Pantomimen glänzen mit einer skurrilen Roboter-Show. (Quelle Stuttgarter-Wochenblatt.de)



Magie im Kopf

geschrieben: 1. August 2006 - 1 Kommentar

Mehr als komplizierte Technik nutzen Zauberer die Wirrungen der menschlichen Wahrnehmung.
Ihren wichtigsten Trick haben Zauberkünstler längst verraten: Die Täuschung passiert im Kopf. So steht es ganz offen in Lehrbüchern für angehende Magier, und so sagt es auch Thomas Fraps. Für den Münchner Zauberer ist diese Regel der Schlüssel zur perfekten Illusion. “Zuhause beim Üben vor dem Spiegel findet keine Zauberei statt”, sagt Fraps. “Erst in den Köpfen der Zuschauer entwickeln banale Handgriffe ihren magischen Effekt.” Obwohl die Bedeutung von Illusionen bekannt ist, suchen Zuschauer vorhersagbar nach Karten in Ãrmeln und doppelten Böden – die Erklärungen für das Unerklärliche vermuten sie auf der Bühne, nicht aber bei sich selbst. Zum Beispiel der Trick mit der Münze: Der Zauberer zeigt in seiner Hand eine Münze, lässt sie verschwinden und unter dem Salzstreuer auf dem Tisch wieder erscheinen, gleich darauf hält er sie wieder in der Hand. Die Zuschauer rätseln, wie die Münze sich von allein hin und zurück bewegen konnte. Tatsächlich ist das, was sie wahrgenommen haben, nicht passiert. Der Zauberer nutzt aus, dass das menschliche Hirn die Lücken zwischen einzelnen Reizen selbst füllt.

Das Publikum mit den eigenen Waffen schlagen
Ein Versuch zeigt, wie Bewegungen allein in der Vorstellung entstehen: Auf einer Leinwand leuchten zwei Punkte abwechselnd auf, beim Betrachter entsteht aber der Eindruck, dass sich ein Lichtpunkt hin und her bewegt. In der Gestaltpsychologie heißt dieser Mechanismus “Phi-Phänomen”. “Für das Gehirn gibt es gar keine glatte Bewegung, es muss immer mit Momentaufnahmen auskommen”, sagt der Psychologe Karl Gegenfurtner, der sich an der Universität Gießen mit visueller Wahrnehmung beschäftigt. Die Neuronen feuern einmal, wenn ein Objekt sich an Stelle A befindet, und noch einmal, wenn das Objekt sich an Stelle B befindet. Und wenn der Abstand zwischen A und B übereinstimmt mit der Zeit, die das Objekt für den Weg von A nach B bräuchte, entsteht ein bewegtes Bild. Fernsehen, Kino und Computeranimationen funktionieren nach diesem Prinzip: Sie zeigen einzelne Bilder, erst im Kopf entsteht daraus eine Bewegung.

Das Gehirn füllt die Lücken auf – auch wenn sich auf der Leinwand gar nicht ein Punkt hin und her bewegt, sondern zwei Punkte immer an denselben Stellen aufleuchten. Mit diesem Mechanismus der visuellen Wahrnehmung überlistet der Zauberer sein Publikum: Er zeigt abwechselnd eine Münze in seiner Hand und eine andere unter dem Salzstreuer, und das Publikum sieht eine einzige Münze hin und her wandern. “Der Zuschauer täuscht sich selbst, indem er die Bewegung ergänzt”, sagt Thomas Fraps.

Wie ein Zauberer sein Publikum mit den eigenen Waffen schlägt, erklärt Fraps in einer Aufsatzsammlung zur Theorie des Zauberns, die seine Künstlergruppe “Die Fertigen Finger” unter dem Titel “Das Buch” herausgegeben hat. Fraps hat Physik studiert und sich mit visueller Wahrnehmung beschäftigt, als er zusammen mit Neurologen des Uniklinikums Großhadern ein Gerät entwickelte, das die Bewegungen der Augen misst. Das Fachmagazin Nature fand diese Verbindung von Zauberei und Wissenschaft so eindrucksvoll, dass es ein Porträt des Magiers veröffentlichte (Bd. 434, S. 820, 2005).

Als Zauberer das Publikum gezielt ablenken
Eine andere Strategie der Zauberkünstler ist, die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt abzulenken. Bei einem Trick kündigt Fraps an, er werde eine Münze den Tisch durchdringen lassen. Tatsächlich schmilzt dann aber ein Glas durch die Tischplatte, die Münze bleibt oben liegen. “Dieser Trick funktioniert nur, weil ich den Zuschauern sage, dass sie auf die Münze achten sollen.” Wissenschaftlich bestätigt wird dieser Effekt durch das mittlerweile aus dem Internet bekannte Experiment mit dem Gorilla.

Der amerikanische Psychologe Daniel Simons zeigt dabei ein Video mit Studenten, die vor einigen Aufzugtüren einen Basketball hin und her werfen. Dem Betrachter des Videos wird die Aufgabe gegeben zu zählen, wie oft die Spieler mit den weißen Trikots einander den Ball zuwerfen. Tatsächlich sind die meisten Probanden mit dieser Aufgabe derart beschäftigt, dass sie nicht bemerken, wie ein Schauspieler mit Gorillakostüm durch die Szene läuft und sich dabei noch scherzhaft auf die Brust trommelt. Eine Tatsache, die jeden Probanden zutiefst erstaunt, wenn er das Video ein zweites Mal anschaut und den Auftritt des Affen wahrnimmt. Simons nennt das Phänomen “inattentional blindness” – wer sich auf eine Sache konzentriert, blendet alles andere aus.

Inzwischen haben Wahrnehmungspsychologen die Zauberkunst als Forschungsmethode entdeckt: Der britische Psychologe Richard Wiseman zeigt Versuchspersonen einen Film, in dem ein Magier einen Schlüssel verbiegt – angeblich mit purer Gedankenkraft, tatsächlich mit einem raffinierten Handgriff. Der Psychologe führte Probanden zwei unterschiedliche Versionen des Videos vor. In einer behauptet der Magier gegen Ende der Vorführung, dass der Schlüssel sich weiterhin verbiege. 40 Prozent der Versuchspersonen, die diese Version gesehen hatten, bestätigten dies hinterher. In der anderen Gruppe waren es nur fünf Prozent (British Journal of Psychology, Nr. 96, S. 165, 2005). Was der Mensch für die Wirklichkeit hält, lässt sich offenbar leicht manipulieren.

Allein die Kunst, mit der menschlichen Wahrnehmung zu spielen, reicht für eine überzeugende Täuschung natürlich nicht aus. Wer Münzen, Seile und Kaninchen erscheinen und verschwinden lässt, braucht geschickte Finger. Und wer gar über die Bühne schwebt oder ganze Flugzeuge auftauchen lässt, ist auf viel Technik angewiesen.

Ein wichtiges Hilfsmittel sind Spiegel, sowohl für kleine Tricks als auch für große Bühneninstallationen. Wenn sich ein Kaninchen in einer Box scheinbar in Luft auflöst, sitzt es lediglich hinter einem Spiegel, der schräg im Karton angebracht ist. Mit einem ähnlichen Prinzip lassen Zauberer sogar Geister auf der Bühne erscheinen. Der Trick heißt Pepper’s Ghost, benannt nach dem britischen Zauberer John Henry Pepper, der das Kunststück im Jahr 1862 das erste Mal vorführte.

Optische Täuschungen verwirren auch den Kenner
Auch heute noch zeigen sich mit Hilfe dieser Konstruktion Geister und andere Scheinwesen auf den Bühnen der Magier. Wie die Illusion funktioniert, erklärt Jim Steinmeyer, der Bühneninstallationen für die großen Magier wie David Copperfield entwirft. Auf der Bühne steht eine leicht gekippte Glasscheibe oder ein halbdurchlässiger Spiegel. Das Publikum sieht den Zauberer, auch wenn er hinter der Scheibe steht, bemerkt das Glas also nicht. Zugleich spiegelt sich aber in der Scheibe ein weiß gekleideter Gehilfe, der sich zwischen Bühne und Zuschauerraum versteckt.

Der Geist auf der Bühne unterscheidet sich kaum vom eigenen Gesicht, das sich in einem Fenster zeigt. “In einer Schaufensterscheibe spiegeln sich das eigene Gesicht und die Straße hinter einem, gleichzeitig sieht man aber die Puppen hinter der Scheibe”, erklärt Christian Ucke, der sich an der TU München mit physikalischem Spielzeug beschäftigt. “Wenn es auf der Straße hell ist und im Schaufenster dunkel, sind beide Bilder sogar gleich deutlich zu sehen.” Auch in dem Teil der Bühne, wo der Geist erscheint, wird es dunkel sein, wie Ucke sagt. Denn so spiegelt sich der Geist umso stärker, und der Rand der Glasscheibe füllt nicht auf.

Zu wissen, was das Geheimnis eines solchen Tricks ist, zerstört die Illusion nicht. Auch optische Täuschungen verwirren selbst den noch, der sie gründlich analysiert hat. Manchmal siegt die Wahrnehmung eben über das Wissen, das gilt sogar für Zauberer. Thomas Fraps sagt: “Selbst wenn ich weiß, wie ein Trick funktioniert, lasse ich mich noch täuschen.”

(Qu. sueddeutsche.de)