Zauberer Jim Cellini
geschrieben: 29. November 2009 - 4 Kommentare

Jim Cellini, der “König der Straßenzauberer”
Jim Cellini – The King of Streetmagic, ist in Zürich verstorben. In der Zauberszene sicherlich kein unbekannter Name, verbindet man ihn mit den verschiedensten Publikationen, Seminaren und Kunststücken. Einige seiner Klassiker für mich sind das Becherspiel, eine sehr schöne Variation vom Ringspiel oder sein Trick mit dem Geldschein in Zitrone, von ihm grandios vorgeführt, hat er so einige Zuschauer auf den Straßen dieser Welt in Staunen versetzt. Er war mit Sicherheit für viele Zauberkünstler ein [» weiterlesen]
Jagd auf Zauberer
geschrieben: 16. November 2009 - 1 Kommentar
Da surfe ich so vor mich hin, schaue bei Tante G. ausschau nach dem Slogan “Was ist Zauberkunst?” und finde folgende Meldung:
Die islamische Religionspolizei hat in Riad nach eigenen Angaben innerhalb eines Jahres mehr als 100 Zauberer festgenommen.
Ein Mitarbeiter der Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters sagte am Donnerstag in der saudi-arabischen Hauptstadt, über 80 Prozent der Kundschaft der Magier seien weiblich. Die meisten Kundinnen konsultierten die Zauberer in Fragen, die mit Ehe, Liebe und Gefühl zusammenhingen.
Zauberei gilt als Straftat
Die Religionspolizisten nahmen die angeblichen Magier fest, weil Zauberei in dem islamischen Königreich eine Straftat ist, und nicht etwa, weil sie diese für Scharlatane hielten. Angehörige der Tugend-Behörde in der saudi-arabischen Pilgerstadt Medina hatten kürzlich sogar behauptet, eine afrikanische Magierin sei ihnen bei einer Razzia entkommen, indem sie nackt aus dem Fenster des Zimmers „geflogen“ sei.
(Quelle: Focus Online)
Da kann man als Zauberer doch nicht einfach weiter surfen, was soll ich davon halten? Ein User gab noch einen Kommentar ab: “Zauberei, Wahrsagerei, Kartenlegen usw. sollte man auch hier verbieten!”
Nun Frage ich mich allerdings, ist den Reportern vom Focus da einfach nur ein kleiner Übersetzungsfehler passiert, vielleicht sollte es ja in diesem Zusammenhang nicht Zauberer sondern eher Magier heißen. Oder sehe ich als Zauberkünstler welcher zur Gattung der Zauberer gehört, dies einfach nur zu eng? Denn so kann ich das ja nun nicht stehen lassen, hierfür müsste man eben erstmal klären, was ist Zauberkunst überhaupt. Was ist ein Zauberer oder was macht ein Zauberer? Ist die Zauberkunst von der wir hier spreche auch einfach nur Zauberei? Denn als Zauberer möchte ich mich schon von Wahrsagerei, Kartenlegen usw. distanzieren, und wegen mir könnte man diese schon verbieten, doch solange die Medien damit genug Geld verdienen und es im Fernsehen ja fast legitim ist, als Kartenleger für 1,59 Euro die Minute die Zuschauer zu behumsen, wird da wohl nicht viel passieren …
Ein Zauberer, Pokertricks und Falschspiel
geschrieben: 14. November 2009 - 5 Kommentare
Das Landgut Ochsenkopf ist ein idyllisches kleines Hotel mit Veranstaltungsräumen inmitten der Dübener Heide. Die Tage hatte ich dort eine Veranstaltung, gebucht war ein Zauberer mit Kartentricks, Pokershow, Falschspiel und im Anschluß eine Pokerrunde mit den Kollegen.
Also habe ich mich mit einem Freund auf den Weg gemacht, den Pokertisch im Gepäck und einige Jetons in Form von Schokoladentalern, es muss ja auch um was gehen :) Dort angekommen bauten wir erstmal den Pokertisch auf, nach einer kurzen Absprache und einem leckeren Abendesssen konnte es losgehen. Während an manchen Tischen noch über die Regeln gesprochen wurde, begann ich am Pokertisch mit einigen Kartentricks und einer kleinen Pokerrunde. Nach kurzer Zeit und einigen Tipps zum Spiel hat es offensichtlich den meißten Spaß gemacht, und es haben sich die ertsen Favoriten gezeigt. Das ist eben bei Poker das schöne, einerseits sagt man Glücksspiel, andererseits spricht man von Strategie und Wahrscheinklichkeiten womit das Spiel beeinflußt werden kann.
Während mein Partner mit der einen Gruppe die Theorie besprach, konnte ich der anderen Gruppe einige Kartenstunststücke und Falschspielertricks zeigen, welche auch auf großes Interesse trafen. Da es nur eine kleine Gruppe war, konnten nach kurzer Zeit die 3 Sieger der jeweiligen Tische gegeneinander antreten und den Sieger des Abends ausspielen. Ich denke nach anfänglichem Misstrauen dem Pokerspiel gegenüber, hat es doch Spaß gemacht und viele waren erstaunt über die Strategien und Möglcihkeiten welche doch hinter dem Spiel stecken.
Später am Tisch habe ich dann noch einige Kartentricks gezeigt, wo dann doch dem ein oder anderen der Mund vor Staunen fast offen blieb. Nach meinem Lieblingskunststück, eines von Juan Tamariz, einem sehr guten spanischen Zauberer, wagte ich noch ein Experimment, eine vom Zuschauer nur gedachte Karte wird von mir genannt. Nach dem Kunststück geht eigentlich auch nichts mehr. Somit ergab ein Zauberer, Pokerlehrer und Falschspieler eine schöne Mischung an Entertainment und ich hoffe, den Gästen hat der Abend genau so viel Spaß gemacht wie uns und es war ein willkommener Ausklang des Seminartages.
Nachtrag, wie unten in den Kommentaren zu lesen gab es eine Jahresabschlußfeier, ich war gebucht als Zauberer & Falschspieler, es war eine gelungene Veranstaltung.
Ein Zauberer im Opernpalais Berlin zum Geburtstag
geschrieben: 12. November 2009 - noch keine Kommentare
Die Tage war ich zu einer Veranstaltung im Opernpalais Berlin, es war eine schöne Geburtstagsfeier, mit einem DJ, einem Zauberer und einigen anderen Überraschungen für das Geburtstagskind und die Gäste. Das Opernpalais als Veranstaltungsort für eine Feier ist die perfekte Location, herrliches Ambiente, köstliches Büffet und sehr guter Service, und das ist für so eine Geburtstagsfeier ja schon mehr als die “halbe Miete” für das Wohlbefinden der Gäste.
Zum Empfang der Gäste gab es ein Glas Sekt, ich habe mich als Hütchenspieler unters Volk gemischt und somit schon den ersten Kontakt zum Publikum herstellen können. Es ist immer wieder interessant wie viele einerseits glauben gleich abgezockt zu werden, andererseits leicht blauäugig sich auf das Hütchenspiel einlassen und sich wirklich Chancen ausrechnen und denken gewinnen zu können :)
Nach dem Empfang gab es eine kurze Rede der Gastgeberin, gefolgt von einem kleinen Ständchen zweier weiterer Gäste am Klavier und Blockflöte. Dann folgte meine kleine Zaubershow, zum Anfang zeige ich gerne eine Seilroutine, viele haben schon ein Seilzerschneiden gesehen und staunen immer wieder über so ein Kunststück, dank Margitta hatte ich eine perfekte Assistentin. Nach ein paar weiteren Kunststücken zeigte ich meine Befreiung aus der Zwangsjacke, verschnürt und nochmaliger Kontrolle der Zwangsjacke von Anke befreite ich mich passend zur Musik von Joe Cocker “you can leave your hat on”.
Das Büffet wurde eröffnet, dazu kann man nur sagen sehr lecker. Danach gab es eine kurze harmonische Meditationseinlage vom Sohn des Geburttagskindes gefolgt von einer humoristischen Tanzeinlage zu “Dirty Dancing”, danach wurde klassisch mit einem Walzer die Tanzrunde eröffnet und zu etwas späterer Stunde gab es dann noch eine, wiederum sehr leckere Geburtstagstorte. Kurzum ein sehr gelungener Abend …
weiterführende Links: Close-up Zauberer | Hütchenspieler
Zauberer, Zaubershow oder orientalischer Bazar
geschrieben: 2. November 2009 - noch keine Kommentare
“Lassen Sie sich verzaubern…
vom traumhaften Ambiente unseres Zeltpalastes und tauchen Sie ein in ein Märchen aus 1001- Nacht mit Entertainment, Tanz, Magie, Jonglage, Akrobatik und viel Live-Musik.” So steht es auf der Webseite des Madi Zeltes und wenn man in das Zelt hineinkommt, scheint dies auch so, vermittelt wird eine schöne Atmosphäre mit Spannung und Lust auf mehr. Ich war die Tage mit einem Freund zu Gast, an unserem Tisch saßen noch zwei Berlinbesucher, welche Ihre Tickets übers Internet gebucht hatten und der Einleitung der Webseite und der Showbeschreibung eben gefolgt waren.
Wir bestellten erstmal ein paar Drinks, leider konnte ich nicht, wie in meinem letzten Urlaub um den Preis feilschen. Während der Show lagert man auf Divanen oder Stühlen, geheimnisvolle Düfte durchströmen die, etwas zu warme Luft und bei den fantastischen Genüssen des Morgenlandes, zu denen ich gleich noch komme, vergisst man schnell, dass man in der deutschen Hauptstadt weilt. Wenn Sie glauben, sich mitten in einer Oase in der Wüste zu befinden, oder zu Gast am Hofe eines morgenländischen Herrschers samt Gefolge zu sein, gefangen inmitten einer riesigen Menschenmasse gleich eines orientalischen Bazars, weit gefehlt.
Showbeginn ist für 19.30 Uhr angekündigt, doch begonnen wurde nach orientalischer Zeit ca. 30-40 Minuten später. Zu der Show kann ich nur sagen, ich habe vor Jahren mal eine Show gesehen und dachte damals, dies war wohl die schlechteste Show welche ich gesehen habe, dann letztes Jahr in Tunesien sah ich wieder eine Zaubershow und dachte …, doch diesmal bin ich mir sicher.
Zitat auf der Webseite: “Das Madi- Zelt der Sinne steht für exklusives orientalisches Restaurant- Theater der Spitzenklasse in Berlin, einer Welt aus Farben, Klängen, und Düften, außergewöhnlichen Künstlern und kulinarischen Köstlichkeiten…eben ein Fest für die Sinne.”
Vielleicht waren meine Sinne etwas getrübt, durch eine lächerliche Vorspeisenplatte, einer kalten orientalischen Festplatte als Hauptgang mit ein paar Häppchen Geflügel und Lamm, sowie einer Show, die jede Laientheatergruppe besser umgesetzt hätte. Und wenn ich jetzt den Kartenpreis von 95 Euro pro Person sehe, fühle ich mich wirklich wie auf einem großen orientalischen Bazar, nämlich richtig abgezockt. Dies ging wohl einigen Tischen so, die Enttäuschung stand den Gästen ins Gesicht geschrieben. Ich hoffe nur, dass die beiden netten Berlinbesucher von unserem Tisch noch ein schönes Wochenende hatten und die Erinnerung an dieses den bitteren Beigeschmack des Abends vergessen machen.