Primadent Firmenfeier & Close-up Zauberkunst

geschrieben: 25. Juni 2007 - noch keine Kommentare

Victor Lazarro Close-up Zauberer PrimadentNachdem ich am Wochenende bei einer Hochzeit gezaubert habe, ging es weiter zu einem Dentallabor, “Primadent” feierte Jubiläum. In Gardelegen angekommen fanden wir im Industriegebiet auch gleich ein Festzelt, hörten Musik und wurden von guter Laune- Stimmung empfangen. Begrüßung, ein kurzer Rundgang, noch ein paar Give- a- ways für die Gäste und schon konnte es los gehen – so viel “Präparation” wie man ja immer denkt braucht ein Zauberkünstler für die Tischzauberei dann doch nicht.

Bewaffnet mit einem Kartenspiel, Münzen, Schwammbällen und ein paar anderen Gimmicks ging ich ins Zelt und suchte mir ein “Opfer” ähm, natürlich Zuschauer. Nachdem die ersten Reaktionen und Applaus zu hören waren, gingen die Blicke durchs Zelt und suchten den Zauberer, doch keine Angst, ich komme an jeden Tisch. Denn das wichtigste und vor allem überzeugendste an der Tischzauberkunst ist die Nähe zum Publikum. Der Zuschauer ist aktiv an den Kunststücken beteiligt, es ist seine Münze, er selbst hat gemischt oder es verschwindet ein vom Zuschauer entliehener Ring, dies macht denn Effekt und damit die Zauberkunst auch so stark. Im Gegensatz zu großen Shows wie bei Copperfield, Siegfried & Roy oder Klock, sind hier für den Zuschauer keine Bühnentricks oder eine Falltür, doppelter Boden, Distanz als Erklärung möglich, alles spielt sich unter seinen Augen ab, er kann jeder Zeit ins Geschehen eingreifen.

Doch zurück zu Primadent, nachdem die ersten ein bis zwei Tische gemeistert sind hat man sich den Weg und die Gunst für die restlichen Zuschauer gut geebnet und die meisten Gäste warten schon gespannt wann der Zauberer wohl an ihren Tisch kommt. Natürlich gibt es wie bei jeder Veranstaltung Kinder oder andere Zuschauer welche schon von verschiedenen Kunststücken schwärmen und sich dann schöne Situationen ergeben wenn man kurze Zeit später an den Tisch kommt. “Zeigen sie doch meiner Frau auch mal den Trick, wo sie aus einem Ball zwei machen.” Toll, denn nun weiss sie ja schon was passiert, lebt die Zauberei nicht auch ein bisschen von der Überraschung? Aber kein Problem, nach einem Kunststück mit Münzen und einem weiteren mit Karten kann man getrost den Trick mit den Bällen zeigen. Kinder sind sicherlich ein sehr dankbares Publikum.

Primadent Zauberer Lazarro Primadent Zauberer Lazarro Primadent Zauberer Lazarro
Nach einer Tanzrunde sollte ich noch eine kleine Zaubershow für alle zeigen, was natürlich nun nicht mehr so schwierig war, denn verblüfft waren die Gäste ja schon und somit auch die Aufmerksamkeit und Bereitschaft da eine kleine Pause ein zu legen.
Ein kurzes Kunststück mit einem Seil, gefolgt von ein bis zwei Klassikern mit Karten und auf die Frage: “Können sie auch Geld zaubern?” eine Geldvermehrung. – Houdini hatte einen spektakulären Effekt, welcher von vielen anderen Künstlern wie z.b. Copperfiled auch gezeigt wurde, die Befreiung aus einer Zwangsjacke. Natürlich nicht einfach so, sondern kopfüber hängend an einem Seil, welches brennt und von einem Kran herab hängt, dies war im Festzelt von Primadent leider nicht möglich, doch die Befreiung klappte super …



Kann man davon leben?

geschrieben: 15. Juni 2007 - noch keine Kommentare

Zauberkunst, kann man als Zauberer davon leben?
Wohl eine der beliebtesten Fragen welche einem Zauberkünstler gestellt werden, gleich gefolgt von “haben Sie auch was vernünftiges gelernt?”, tja was soll man dazu sagen? Ja – auch meine Mutter hat gesagt: “Junge lerne was vernünftiges … ”

Hier meine Top Ten: [» weiterlesen]



Ten New Songs – Leonard Cohen

geschrieben: 3. Juni 2007 - noch keine Kommentare

ten new songs leonard cohen

Einer dieser leicht diesigen Sonntage, ich sitze im Sessel, einen guten Whisky im Glas, der Lautstärkepegel ein ganzes Stückchen höher als normal, die Augen zu und lausche, genieße und verfalle der Musik. Eine Stimme welche einem unter die Haut geht und auf der selbigen Gänsehaut produziert, die Rede ist von Leonard Cohen und seinem Album “Ten New Songs”. Eine CD die mich sofort emotional berührt, mit mir spricht und ich mich frage, wie kann ich mit meiner Zauberkunst die Menschen so in den Bann ziehen und mit ihnen kommunizieren, auf so einem starken emotionalem Weg. Cohen, am 21. September 1934 in Montreal geboren, war der Held unzähliger Mädchenträume und füllte biblischen Horror in poetische Verse. Nach Theaterspiel, einigen CD Produktionen, ging er 1996 ins Kloster um sich auf wesentliche Dinge des Lebens zu konzentrieren. Verständlich. Sein Come Back mit knapp 70 Jahren ist nicht nur Musik und Text, nein es sind Kunststücke, welche einen Teil seines Lebens, Denkens und seiner Fragen aufwerfen, tiefgreifende, oft düstere Gedanken über das Leben. Einmal der Melancholie und der Stimme des Künstlers verfallen, möchte man sich meist ein Leben lang nicht mehr davon losreißen, viel zu tief hat sich der monoton faszinierende Gesang, unterstützt von schlichten, melodischen, das Ohr des Zuhörers umschmeichelnden Gitarrenakkorden in dessen Herz eingegraben.Die ersten Gedanken der CD “I know what is wrong, I know what is right … in my secret Life” klingen ja erstmal gut und vielversprechend, doch “From the latest hit to the wisdom of the old” wird Cohen getrieben, wohin ist offensichtlich trotz Auszeit und Kloster unklar. Texte die zum Nachdenken anregen, ja gar zwingen. “I said I’d be your lover. You laughed at what I said,” und Titel wie “Alexandra Leaving” ist Cohen etwa verbittert mit seinen Gedanken, wohl kaum, ich würde eher sagen er ist selbst überrascht, darüber dass er wieder da ist “I’m what I am, and what I am is back on Boogie Street.” und dafür bin ich dankbar, ein wundervolles Album “A Thousand Kisses Deep”, “Here it is” “Land of Plenty”. Egal ob er seine Antworten im Koster gefunden hat, sein neues Werk (2001) ist ein Meisterstück, wären seine Texte in einem Gedichtband erschienen, hätten sie sicherlich die Top Ten gestürmt. Doch hier ist es wie mit den meisten seiner Alben, eher nicht kommerziell und wohl weniger im Radio gespielt, denn hat man in dem Moment da der Song läuft den richtigen Sessel, einen Whisky im Glas …



TV Total Raab Poker Nacht 2007

geschrieben: 2. Juni 2007 - noch keine Kommentare

Donnerstagabend Pro 7 – es war mal wieder so weit: Stefan Raab und die Pokerstars.de Poker Nacht.
Die Frage welche sich mir als erstes gestellt hat, ist es jetzt eigentlich schon Kult oder nur “Raabs Blödelei”, denn mit DSF Poker oder halbwegs interessantem Pokerspiel hat es ja nun wirklich nichts zu tun. Also mal wieder ein neues Phänomen im deutschen Fernsehen? Der Hype auf Poker lässt nicht nach und wenn ich mir das allgemeine Interesse so anschaue, sollte viel mehr zum Thema Poker gebracht werden, vor allem hier in unserer Hauptstadt, wo das Pokerspiel wirklich noch Stiefmütterlich behandelt wird, ich schweife ab … [» weiterlesen]